Artikel von Anton Dörig in renomierter, internationaler Zeitung

«Mit dem Krieg auf Kriegsfuss stehen»

Sind unsere Krankenhäuser wirklich vorbereitet?

Artikel von Anton Dörig zum Thema Führung und der Notwendigkeit sie zu erneuern!

Tragisch, aber wahr. Seit über 3 Jahren tobt der Krieg zwischen Russland und der Ukraine oder wie es andere Quellen nennen, wird eine gross angelegte Militäroperation durch Russland auf dem Gebiet der Ukraine durchgeführt.

 

Aber dies ist bei weitem nicht die einzige kriegerische Auseinandersetzung unserer Zeit. Vergessen wir nicht die schrecklichen, militärischen Konflikte im Nahen Osten, in Afrika, Asien etc. Und was haben diese alle gemeinsam? Sie finden auf derselben „kleinen Kugel im Weltraum“ statt, auf der sich auch Deutschland, Österreich, die Schweiz und das Fürstentum Lichtenstein befindet. Also sind wir alle davon betroffen. Aber, sind wir in Sachen öffentlicher Gesundheitsversorgung und kriegerischer Auseinandersetzung in unseren Ländern auch darauf vorbereitet? Und was braucht es noch zusätzlich neben einem MANV/P-Konzept (Massenanfall von Verletzten/Patienten) bei einem Grossschadensereignis, damit unsere Krankenhäuser in einer solchen ausserordentlichen Lage bestehen können? – Ein Versuch, die Dinge oder das Kind beim Namen zu nennen, ohne den Anspruch eine pfannenfertige Lösung präsentieren zu können.

 

So einfach? – Mit (der) Sicherheit nicht!

Jeder der sich mit Gefahren und Risiken oder mit dem Sicherherheits-, Notfall- und Krisenmanagement inkl. dem BCM (Business Continuity Management) in Universitäts-, Landeskrankenhäusern und Spitälern auseinandersetzt, weiss, dass die Prävention und Vorbereitung auf Zwischen-, Stör-, Not- und Krisenfälle, nicht nur die eine oder andere einzelne Disziplin betrifft, sondern das Ganze im Verbund betrachtet werden muss. Den Schutz und die Sicherheit gilt es möglichst für alle Bereiche (Mensch, Information, Sachwerte) inkl. derer finanziellen Einordnung sicherzustellen. Im Alltag überwiegen dabei meistens die Patientensicherheit und die betriebliche bzw. betriebswirtschaftliche Betrachtung des klinischen Umfelds durch das Management. Doch unser gesellschaftlicher Alltag wird immer öfter durch besondere oder ausserordentliche Situationen und Lagen beeinflusst, gestört und unterbrochen. Sei dies nun durch naturbedingte, technische oder menschenbezogene Aktionen und Reaktionen. – Die Lage ist global, regional und lokal schon längst nicht mehr so simpel, wie es viele immer noch gerne wahrhaben wollen. Ganz nach dem Motto: Das betrifft uns nicht direkt und ist noch viel zu weit weg, als dass wir uns damit jetzt beschäftigen müssten. – Ist das wirklich so? ...

 

 

Autor:

Anton Dörig

 

Quelle:

Management & Krankenhaus - Die Zeitung für Entscheider im Gesundheitswesen (Link zum Artikel)

 

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